Sortierter Bücherschrank? Nein, danke:Unsortierter Bücherschrank
Buch-Entropie,  Bücher

Sortierter Bücherschrank? Nein danke

[ice­gram campaigns=„1534”]Neulich habe ich auf Instagram ein Bild von einem Bücherschrank gese­hen. Es war ein seehr auf­ge­räum­ter und vor allem sor­tier­ter Bücherschrank. Nach Farben, Genres, Autoren… alles Mögliche.

Die Besitzerin des Schrankes meinte allen Ernstes, ihren Schrank mal wie­der in Ordnung brin­gen zu müs­sen.
Und da habe ich mich gefragt: Was zur Hölle meint sie mit in Ordnung brin­gen? Dieser Schrank hat von oben nach unten und von links nach rechts einen ver­damm­ten Regenbogenfarbverlauf erge­ben!

Ich denke aller­dings, dass ich das Problem von ande­ren Büchermenschen trotz­dem ein biss­chen nach­voll­zie­hen kann: Sortierte Bücherschränke sind ein­fach schön.
Und es gibt ja auch so viel, wonach man sor­tie­ren kann:
Größe, Dicke, Autor, Genre, Farbe…

Also ja, ich ver­stehe, wenn da man­che so ihren Struggle haben, sich zu ent­schei­den.
Aber wer sagt denn, dass man sei­nen Bücherschrank über­haupt sor­tie­ren muss?

Ich meine, bis vor ein paar Tagen wusste ich noch nicht ein­mal, dass es Leute gibt, die wirk­lich dazu imstande sind, einen Regenbogen in ihr Bücherregal zu zau­bern. Leute, das ist ein Talent!

Ein Talent, das ich nicht besitze und auch nicht anstrebe. Und ein paar andere Buchliebhaber viel­leicht auch nicht. Ihr braucht euch nicht schlecht zu füh­len, wenn ihr Regenbogenbücherschränke seht und sel­ber kei­nen habt.

Mein Bücherschrank zum Beispiel ist wirk­lich ein Problem.

Wenn ich ein neues Buch kaufe, lese ich es und stelle es danach ins Regal. Fertig. Ich brau­che keine Einordnung. Mein Schrank ist wie ein klei­nes, eigen­stän­di­ges Reich, das fröh­lich vor sich dahin­wu­chert, große und kleine, Taschen‐ und gebun­dene Bücher neben­ein­an­der.
Aber das ist nicht das Problem.
Ich höre nie­mals auf, Bücher zu kau­fen, oh nein.
Und irgend­wann waren alle Regale im Schrank besetzt. Also habe ich eine zweite Reihe auf­ge­macht. Ich fand das eine prima Lösung, aber es stellt sich gerade zuneh­mend als Problem heraus‐immer wenn ich ein Buch brau­che, das zufäl­li­ger­weise in der hin­te­ren Reihe steht, muss ich davor die ganze Reihe davor aus­räu­men.

Eine Kategorisierung nach Genre oder Autor ist etwas, das ich erst in Betracht zie­hen werde, wenn die­ses Problem gelöst ist (wenn ich über­haupt noch ein­mal auf die Idee komme).
Und ein Bücherschrankkunstwerk à la Regenbogen ist etwas, wovon ich momen­tan noch nicht ein­mal träume.

Aber hey‐ es geht auch ohne!
Das ver­si­chere ich euch, denn ich habe mein gan­zes Leben mit mei­nem Bücherschrank ver­bracht und trotz aller Nicht‐Kategorisierung und allen Problemchen habe ich ihn sehr lieb.


Wie sehen eure Bücherschränke aus?
Lasst uns mal sehen, wie viele ver­schie­dene Arten von Bücherschränken wir hier zusam­men­be­kom­men.

4 Comments

  • Lea

    vor kur­zem habe ich mei­nen Bücherscharank auf­ge­räumt. (Das war aber auch aller­höchste Zeit) Am Ende sind nur noch meine abso­lu­ten Lieblingsbücher die ich 1.000.000 lesen könnte übrig geblie­ben. Es sind zwar trotz­dem noch viele aber es hat sich schon was getan. Vielleicht kaufe ich mir zur Belohnung ein neues Buch ?

    • Mare Cooper

      Sich neue Bücher anschaf­fen ist nie ein Fehler 😀 Und ja, viel­leicht sollte ich auch mal aus­sor­tie­ren. aber es gibt so viele Bücher, von denen ich mich nicht tren­nen mag… Nein, dann doch eher ein neuer Bücherschrank.

  • Bibliophila

    Ich habe meine Bücher seit 70 Jahren immer alpha­be­tisch geord­net, weil das so üblich war, eben wie in den Büchereien oder Bibliotheken.
    Vielleicht pro­bierst du mal aus, sie ein­fach so der Reihe nach ein­zu­stel­len, wie du sie gekauft hast, also tem­po­rär, das wäre dann in 70 Jahren inter­es­sant zu sehen, was du wann gele­sen hast.

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