Ich werde ein Buch schreiben: Leerer Block mit Stift
Schreiben

Ich werde ein Buch schreiben

Um es zusam­men­zu­fas­sen: Ich will ein Buch schrei­ben und ich werde ein Buch schrei­ben. Punkt.

Das wird auch eines der grund­sätz­li­chen Themen in der (ganz offen­sicht­lich neuen, da dies erst der zweite Beitrag darin ist) Kategorie „Schreiben” sein. Ich denke, ich werde ein­fach hin und wie­der kleine Updates und Senf und Erfahrungen und viel­leicht auch die ein oder andere Kurzgeschichte da rein­schmei­ßen. Ich hoffe auf jeden Fall, dass ich damit dem ein oder ande­ren wei­ter­hel­fen kann.

Vielleicht fragt sich jetzt der ein oder andere:
„Moooment mal, warum denn bit­te­schön das? Na, viel Spaß beim Finger wund­tip­pen und deine ganze Zeit auf etwas zu ver­schwen­den, das am Ende eh nicht ver­öf­fent­licht wird.”

Genau genom­men schreibe ich, seit ich klein bin (an die­ser Stelle ver­weise ich mal auf den letz­ten Beitrag). Und zwar alles Mögliche. Schreiben ist ein unglaub­lich wich­ti­ger Teil mei­nes Lebens, den ich mir nicht weg­den­ken kann.

Und im Prinzip habe ich schon immer davon geträumt, ein­mal etwas von mir Geschriebenes als Buch in der Hand zu hal­ten. Dazu habe ich schon so einige Versuche gestar­tet. Viele davon lie­gen schon so lange zurück, dass ich heute das eisige Grausen kriege, wenn ich sie her­vor­krame und lese.

Was bisher geschah…

Vor ein paar Jahren habe ich diverse Autorenblogs für mich ent­deckt. Ich habe darin SO. VIEL. gele­sen, dass ich das Gefühl hatte,

  1. alles über Plotting, Prota‐ und Antagonisten, Spannungsaufbau, Fallhöhe, das wich­tige erste Kapitel…etc. zu wis­sen
  2. mein Buch schon geschrie­ben zu haben

Irgendwann, als ich mal einen Leseabschluss gefun­den hatte, habe ich beschlos­sen, mich an die Arbeit zu machen. Aus den ers­ten paar Entwürfen ist ein Riesenzettel gewor­den, mit drei Akten und einer Linie, über die sich die gesamte Handlung streckt.

Das war vor über einem Jahr.

Ich bin bei der Geschichte geblie­ben. Damals hatte ich zu Weihnachten eine Schreibmaschine geschenkt bekom­men, auf der ich total begeis­tert die ers­ten paar Kapitel tippte. Anschließend lud ich sie per Übertragungskabel in Word. Dort habe ich Umlaute ein­ge­fügt, die eine alte, ame­ri­ka­ni­sche Tastatur nun­mal nicht besitzt. Diese Kapitel habe ich dann auf einem hei­li­gen USB‐Stick gespei­chert.

Irgendwie ist das Ganze unter­ge­gan­gen, zuerst wurde mir das Ganze Text‐modifizieren zu umständ­lich, dann habe ich mich gene­rell nicht mehr auf­raf­fen kön­nen und statt­des­sen mei­nen Blog ange­fan­gen.

Irgendwann ist meine Liebe zu Autorenblogs wie­der ent­facht wor­den und ich habe sel­ber wie­der Lust bekom­men, mein Projekt fort­zu­füh­ren. Begeisterte Autoren berich­te­ten von ver­schie­de­nen Autorenprogrammen, dar­un­ter eines namens Scrivener, für das ich inzwi­schen sel­ber 40 Euro zusam­men­ge­kratzt habe.

Und…ja. Ich habe mei­nen Riesenzettel wie­der zur Hand genom­men, habe die Handlung groß­zü­gig über­ar­bei­tet (es ist erstaun­lich, wie viel Schreckliches einem auf­fällt, nach­dem man den Text eine Weile bei­seite gelegt hat) und zusam­men mit den ers­ten paar Kapiteln in die Testversionen ver­schie­de­ner Schreibprogramme über­tra­gen. Das hat… eine Weile gedau­ert. Ich habe bis ins Detail geplant und mich zum ers­ten Mal wirk­lich mit mei­nen Charakteren aus­ein­an­der­ge­setzt.

Diese Wochen, in denen ich beses­sen von Schreibprogrammen war und mich durch eins nach dem ande­ren durch­ge­run­gen habe, hätte man deut­lich ver­kür­zen kön­nen. Allerdings haben sie mich unglaub­lich berei­chert. Am Ende stand ich mit einem 40‐Euro Schreibprogramm und einem fer­tig aus­ge­ar­bei­te­ten Masterplan da und habe von einem bis zum ande­ren Auge gegrinst.

Deswegen gibt es in die­sem Augenblick nicht mehr zu sagen als:
Ich habe die­ses Buch ange­fan­gen und ich werde die­ses Buch been­den. Und danach werde ich unglaub­lich stolz auf mich sein und alle Leute anlä­cheln, die mich nicht ernst­ge­nom­men haben. Und ja, ich will die­ses Buch auch ver­öf­fent­li­chen. Irgendwie.

3 Comments

  • Bibliophila

    Ich bin stolz auf dich und, wenn ich es zeit­lich noch schaffe, bin ich natür­lich auch bei dei­ner ers­ten Lesung dabei, am liebs­ten auch noch in Leipzig.. Dies als Motivation!

  • Uwe

    Abgesehen davon, dass ich fnde dass Du bereits auf die­sen Blog und die ganze Arbeit die dahin­ter steckt, unglaub­lich stolz sein darfst, werde auch ich selbst­ver­ständ­lich zu Deiner ers­ten Lesung kom­men! 🙂
    Weiter viel Spaß und Erfolg!

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