Cover: Beta von Rachel Cohn
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Beta” von Rachel Cohn‐ Rezension

Inhalt

Elysia ist eine Beta, ein geklon­ter Teenager, und sie lebt als Dienerin der Menschen auf der para­die­si­schen Insel Demesne. Ihr ein­zi­ges Ziel ist es, ihren »Eltern« zu gefal­len – bis sie ent­deckt, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Die heile Welt auf der Insel wird von Klonen gestört, die Gefühle und eine eigene Meinung haben, soge­nann­ten defek­ten Klonen. Und dann ent­deckt Elysia, dass auch sie Gefühle hat. Sie ver­liebt sich und hat Erinnerungen an ihre First, den Menschen, von dem sie geklont wurde und der längst tot sein muss. Ist sie selbst defekt? Dies würde ihren Tod bedeu­ten, doch Elysia ist bereit zu kämp­fen, für ihre Freiheit und für ihre Liebe zu dem geheim­nis­vol­len Tahir …

Rezension

Um es kurz und knapp zu sagen: Die Idee hin­ter dem Buch war das, was mich begeis­tert hat. Nur, dass sie rela­tiv ent­täu­schend umge­setzt war. Vor allem die Charaktere kamen sehr ober­fläch­lich daher. Bei Elysia kann man das anfangs noch eini­ger­ma­ßen ver­zei­hen, ich meine, sie ist ein Klon, der noch nichts von der Welt kennt und keine Gefühle haben darf, aber spä­tes­tens ab dem Punkt, wo sie mehr über sich und ihre First her­aus­fin­det, Gefühle ent­ei­ckelt… da hätte ich mir deut­lich mehr Tiefe gewünscht. Die bei den ande­ren Charakteren jedoch genauso gefehlt hat. Vor allem eines kann ich nicht nach­voll­zie­hen:

(Achtung, Spoiler!)
Elysia ver­liebt sich in Tahir und sie beschlie­ßen, mit­ein­an­der zu flie­hen. Als die­ser Plan ziem­lich kata­stro­phal endet, wird sie von die­sem Aquino (das ist im Buch so eine Sekte) geret­tet, der der Geliebte ihrer First war und mit dem sie von Anfang an nichts zu tun haben wollte und fängt ein­fach mal mit ihm was an?? Ohne Erklärung, gar nichts, ein­fach nur, weil Aquinos sich fürs Leben bin­den. DAS ERGIBT KEINEN SINN!! Wenn irgend­je­mand die­ses Buch auch gele­sen hat und ich ein­fach nur was über­se­hen habe, dann sagt es mir bitte!
(Spoiler zu Ende)

Die Idee hin­ter die­sem Buch und die ganze Handlung hätte so viel Potenzial haben kön­nen, das jedoch nicht genutzt wurde. Ich hätte mir an wirk­lich vie­len Stellen mehr blu­tige Details gewünscht und dass auch ein­fach man­che Hintergründe genauer erläu­tert wor­den wären.

Vielleicht werde ich irgend­wann auch mal den zwei­ten Band lesen, in der Hoffnung, dass die­ser tief­grün­di­ger ist.

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