Buch-Entropie

2020 war furchtbar, aber ich habe gute Bücher gelesen

Ich habe keine Lust, mich für drei oder fünf oder zehn beste Bücher zu ent­schei­den, des­we­gen prä­sen­tiere ich der Menschheit hier­mit: Eine unge­ord­nete, unzu­sam­men­hän­gende (wahr­schein­lich auch nicht chro­no­lo­gi­sche) Auswahl fan­tas­ti­scher Bücher, die ich letz­tes Jahr gele­sen habe.
(Viel Spaß.)

Der große Gatsby von F. Scott Fitzgerald

Hab ich ganz am Anfang des Jahres gele­sen und des­we­gen wie­der halb ver­ges­sen, aber, Glamour und die 20er, ich bin ein biss­chen schockverliebt.

The Song of Achilles von Madeline Miller

Eine Neuerzählung der grie­chi­schen Mythologie aus der Sicht von Patroclus, über den tro­ja­ni­schen Krieg und die Beziehung zwi­schen Patroclus und Achilles. Ich saß um halb eins in mei­nem Bett und hab geheult, weil ich so voll mit Glück und Traurigkeit war, und weil ich die­ses Buch viel zu schön für die Welt fand.

Call Me By Your Name von André Aciman

Ein Sommer in Italien in den 80er Jahren und eine Liebesgeschichte zwi­schen dem 17-jährigen Elio und dem zu-Besuch-Doktoranden Oliver. Ich habe Call Me By Your Name ein­mal am Küchentisch gele­sen und ein­mal am Strand. Ich emp­fehle, das Buch zu lesen und den Film zu schauen. Der Film ist genau wie das Buch, nur anders. Er ist außer­dem, genau wie das Buch, ein ästhe­ti­sches Meisterwerk.
Müsste ich mich für ein ein­zi­ges Buch ent­schei­den (was ich nicht tun würde, außer jemand käme auf die Idee, mir eine Pistole an den Kopf zu hal­ten) würde ich Call Me By Your Name neh­men, und müsste ich einen Film aus­su­chen, würde ich Call Me By Your Name neh­men. Manchmal denke ich ohne beson­de­ren Grund an das Buch oder den Film, und dann fühle ich so eine Art unter­schwel­li­ges Glücklichsein, ein­fach durch das Wissen, dass beide exis­tie­ren. Und ist das nicht das beste, was ein Buch mit einem machen kann?

Writers & Lovers von Lily King

Es geht um Casey, 31, über den Roman, den sie seit sechs Jahren schreibt, und über ihre Beziehungen. Und es spielt wäh­rend dem Ende der 90er. Muss ich mehr sagen?
Außerdem: Sollte ich jemals etwas zustande brin­gen, das Lily Kings Büchern irgend­wie nahe­kommt, dann werde ich mein Lebensziel als erreicht deklarieren.

Euphoria, auch von Lily King

Die Geschichte von drei Anthropologen in den 30ern in Neuguinea, basie­rend auf dem Leben von Margret Mead. Über Forschung und Menschlichkeit und Beziehungen und Macht(missbrauch) und sehr viel Schönheit.

I‘m Thinking of Ending Things von Iain Reid

Ich hatte zwei­hun­dert Seiten lang keine Ahnung, was ich gerade am Lesen war, und nach zwei­hun­dert Seiten war das Buch vor­bei, und ich habs geliebt. Es ist defi­ni­tiv am bes­ten, I‘m Thinking of Ending Things zu lesen, ohne irgend­et­was dar­über zu wis­sen.
Nicht goo­geln.

Skulduggery Pleasant (Untotenland) von Derek Landy

So unge­fähr jedes Jahr um die­selbe Zeit kommt ein neuer Skulduggery Pleasant raus, und ein­fach aus Prinzip muss er auf jede Liste der bes­ten Bücher. (Das ist die erste.)

Little Fires Everywhere von Celeste Ng

Sehr viel Drama zwi­schen einer rei­chen Familie und einer allein­er­zie­hen­den Mutter plus ihrer Tochter, die eine Wohnung bei ers­te­rer Familie mie­tet. Viele Vorurteile und mora­li­sche Grauzonen. Oh, und der Schreibstil. Fantastisch.

Uns gehört die Nacht von Jardine Libaire

Die Beziehung zwi­schen einer Puerto-Ricanerin, die ohne Vater und Schulabschluss auf­ge­wach­sen ist, und dem Sohn einer rei­chen Arschlochfamilie. Es ist so schön und ein biss­chen ver­stö­rend, und der Fokus liegt sehr stark auf den unschö­nen schö­nen Dingen und Details.

Lolita von Vladimir Nabokov

Lolita…Lolita.

Shining von Stephen King

Vater mit Alkohol- und Agressionsproblemen zieht mit sei­ner Familie über den Winter in ein ver­las­se­nes Hotel in den Bergen, abge­schot­tet von der Außenwelt. Das Hotel ist creepy und das Buch — chef‘s kiss.

Ansonsten: Guten Abend und schö­nes Wochenende.

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